Baubilder - Corsair 1,20 m
Testmodell aus Styropor als Wurfgleiter - erste Gewichtskalkulation: 300g


Die Styroteile...


Randbögen mittels Schablone anzeichnen und ausschneiden


Flächenverbinder aus Sperrholz.


Holzstäbe als Holmverstärkungen müssen beim Styrobomber (ohne Motor) genügen...


Für exakte Knickwinkel der Flächen erfolgt die Verklebung der Flächenteile mithilfe von Winkelschablonen.


Im Mittelteil doch lieber zwei Holzstäbe...



Die Fläche ist zusammen... Damit die V-Form stimmt, ist sie während des Klebevorgangs außen mit Abstandshaltern unterlegt


Höhenleitwerk und Rumpf sind ebenfalls verklebt und trocknen...


Seitenleitwerk (EPP für den späteren EPP-Flieger, Depron für den Styrobomber)


...alle Teile zum ersten Mal zusammengesteckt.


Erster Eindruck: die Fläche liefert schon bei geringer Geschwindigkeit mächtig Auftrieb - das mit dem Langsamfliegen wird wahrscheinlich kein Problem werden...


Jetzt können Montage und RC-Einbau folgen... ...doch treten erste Schwierigkeiten auf: um auf den Schwerpunkt zu kommen, müssen vorne 140g Blei rein. Quatsch - dann kann gleich ein 50g/150W Motor plus 3S/1.500/20C Akku mit 110g rein - macht 160g und der Flieger fliegt von selbst. Damit ist die Idee mit dem "Schlepp-Segler" gestorben. Neue Gewichtskalkulation: 450 bis 550g.

Nächstes Problem: wie die Styroporflächen so stabil bekommen, dass sie nicht nur den Flug, sondern auch ungeschickte Landungen des Motorfliegers überstehen?


Versuche mit einem Stück Testfläche verliefen positiv: Gewebeband über die Nase und ein Malerkrepp über die Endleiste. Dann das Ganze mit Parkettleim eingekleistert und vorne über die Nase ein mit Parkettleim getränktes "Hemdenpapier" (wenn man Hemden kauft, ähnlich Japanpapier, jedoch einen Tick fester) und hinten über die Endleiste ein dünnes Verpackungspapier. Ergebnis: beides wird verwindungssteif, hart und bleibt gerade. Das Hemdenpapier ist glatter und stabiler (es sage niemand etwas gegen ein anständiges Recycling!)


Eine fast messerscharfe Endleiste: kurz bevor der Parkettlack ausgehärtet hat, wurde die Endleiste mit dem Rücken der Schere glatt gestrichen. Also - es kann weiter gehen...


Nächster Schritt: die Flächenknicke verstärken. Sie sind zwar bereits fest, aber wer weiß.... Dazu wurden in jeden Knick zwei ca. 10cm lange 5x5mm Kiefernleisten geschoben und mit Ponal verklebt. Zwei Tage aushärten lassen, versteht sich... Die "Stecklöcher" wurden zuvor mit einem zum Messer angeschäften 5mm-Alu-Rundstab ins Sytropor geschnitten.



Damit der Flieger transportabel bleibt, soll die Fläche abgenommen werden können. Deshalb wird die Aufnahme der Fläche am Rumpf vorne mit einer Sperrholzplatte verstärkt - in diese wird später die Fläche gesteckt. Sie ist mit ca. 10cm langen Schaschlikstäbchen und Ponal in den vorderen Styro-Rumpf verzapft. Hinten wird in den Rumpf von innen ebenfalls eine Sperrholzplatte geklebt - in sie kann die Fläche dann verschraubt werden.


Die Motorplatte ist eingesetzt, mit einem ganz leichten Seitenzug nach rechts. Später soll hier das Bild eines Sternmotors aufgeklebt werden. Motorsturz und Seitenzug werden später mit dem Motorkreuz justiert.


Der Flieger wird ausgerichtet - Senkrechte und Waagrechte bzw. Parallelität



Der Pilot aus Bauschaum, Maßstab 1:10 (einfach die eigenen Körpermaße abegnommen) und die Kabinenhaube als Holzmodell.


Eine PET-Flasche drüber geschoben und mit Holzkeilen verspannt


Der Schrumpfprozess - Umluft im Backofen bei 190°C...


...und nach ca. 4 Minuten Hitze sieht es so aus.


Gleich mal aufs Modell montiert - und? Passt doch!




Vorne - ein 8-Zylinder-Sternmotor aus Papier. Zumindest vorläufig, bis was besseres folgt.


Der aktuelle Cockpit-Stand (damit keiner ins Grübeln kommt: die Cockpit-Tafel ist in Ermangelung einer Scale-Vorlage frei erfunden)


HLW und SLW sind justiert und eingeleimt - wieder eine Nacht lang trocknen...


Einbau von HR- und SR-Servo plus Empfänger (MZK Mini-Sexta). Er "hängt" an der Decke, zwischen Schaumstoff geklemmt. Der Quarz ist mit Klebeband fixiert.


Ansteuerung des Höhenruders

Der Flieger ist zum ersten Mal zusammen: Gewicht ohne Akku: 538g. Mit Akku: 650 bis 678g, je nach Akku. ABER - schon wieder liegt der Schwerpunkt zu weit hinten. Trotz 50g-Motor und Regler vorne drin müsste der 140g-Akku zu 40% über die Motorhaube vorne hinausragen. Was tun? 100g-Motor nehmen? Der brächte anstelle der 650-700g Schub dann 1,3kg, was ein super Schub-/Gewichtsverhältnis darstellen würde. Aber auch der Strom würde von 15-18A auf 25-28A steigen, was wiederum einen 30C-Akku, Gewicht ca. 180g, mit sich brächte (um sicher zu gehen, dimensionieren wir die Akkus immer um 1/3 höher). In Summe ein Mehrgewicht von 90g. Für den Flieger sicher kein Problem - mir für den Erstflug aber zuviel. Also?


Die Lösung heisst: Quereinbau des Akkus - dazu wird unten eine Öffnung gemacht. So ist der Flieger jetzt leicht kopflastig. Aber gut zu wissen, dass mit knapp 100g Mehrgewicht die Maschine dann richtig powern kann!


01.03.2009: der Tag der Wahrheit - kurz vor dem der Erstflug, Abfluggewicht 676g


...und?


Geht raus, wie auf Schienen...


...und fliegt absolut gutmütig. Kann extrem langsam und segelt bzw. gleitet hervorragend.


Trotz zu kleiner Motorisierung (50g Motörchen) und einer 9er Latte (war zur Hälfte vom Rumpf verdeckt) sind zügige Vorbeiflüge, Loopings und kopfüber problemlos möglich. Sah alles vielversprechend für eine stärkere Motorisierung aus.



Auf Grund der sehr langsamen Flugeigenschaften erfolgt die Landung fast wie in Zeitlupe - und hinterlässt weiche Spuren im Schnee.



Nach dem Erstflug... Alles "heile", wie zuvor.




Geändert werden:
- 50g-Motor und 9x7,5er Prop raus und 106g-Motor (350W) mit einer 12x7 Latte rein,
- anstelle des 1.600er/20C Akku ein 1.800er/30C Akku,
- Motorsturz ein klein wenig stärker
- und die Lackierung: grau, mit gelben Steifen und gelber Schrift (damit sie sich von den blauen Kollegen unterscheidet).
Als nächstes aber kommt jetzt erstmal die EPP-Version mit Power-Motorisierung dran. Solange wird sie in dieser Form im Keller ruhen...


So ähnlich könnte ich mir das Design dieser Corsair vorstellen...

Weiter gehts: der Styrobomber" bekommt einen EPP-Rumpf - die Leitwerke werden beibehalten


Die "gezogene" Kabinenhaube bekommt hinten als Abschluss eine Depornplatte



Die Cockpitschale mit Instrumententafel stammt aus der Produktion von Mischl


Kabine ist aufgeklebt


Und so ist dann das Design geworden...