Das EPP-Kit - Randbögen mithilfe der Schablone anzeichen und ausschneiden
Randbögen anschrägen, evtl. mit 80er- Schleifpapier nachschleifen
Da EPP beim schleifen rauh wird, glatt bügeln. Alufolie drauf, Bügeleisen auf "Seide" einstellen...
...und mit leichtem Druck 1-2 mal drüber fahren.
Flächenverbinder einschneiden und einkleben, von außen zur Mitte arbeiten
Für einen exakten und auf beiden Seiten gleichen Flächenknick mithilfe der Schablone einen Winkel (z.B. aus Karton) herstellen, die Flächen zusammenstecken, justieren und dann dünnflüssigen Sekundenkleber reinlaufen lassen. Warten, bis fest. Dann die zweite Flächenhälfte...
...und zuletzt das Mittelteil. Beim einkleben darauf achten, dass dieses parallel zum Boden/Tischfläche liegt.
Zur Verstärkung der Flächen kann
a) ein Carbonstab (5x2mm) eingeklebt werden: Schlitz in die Fläche schneiden, reindrücken und dünnflüssigen Sekundenkleber nachlaufen lassen - oder
b) ein Carbonrohr (6mm) = stabiler einkleben. Dazu ein Alurohr zum Messer anschärfen und Stück für Stück einen Kanal in die Fläche schneiden (immer wieder prüfen, ob die Richtung noch stimmt).
Wenn dies nach verkleben der Fläche geschieht, hat es den Vorteil, dass die Knickwinkel an den Kanten mit durchstossen und verklebt werden (s. rote gestrichelte Linie).
Motorplatte einkleben - vorsichtshalber ganz dünn mit 5min-Epoxy verfestigen (Vorderseite - nicht dass der Motor mit der Platte rausfliegt).
Beim EPP-Prototyp wird die Fläche fest verklebt - deshalb muss oben eine Öffnung rein. Hierzu oben ein Stück Rumpf bis zur Kabinenhaube aufschneiden mithilfe eines Carbonrohres vorne steckbar befestigen. Hinten wird die abnehmbare Haube durch Neodym-Magnete gehalten.
Da das SLW-Ruder sehr hoch sitzt, liegt auch das Ruderhorn sehr hoch. Dadurch muss der aus dem Rumpf kommende Zugdraht sehr stark angewinkelt werden, was beim zuerst gebauten "Styrobomer" - trotz nachträglicher Verstärkung mit Federdraht und Epoxy (s. Bild) - immer noch zu viel Spiel für einen Schnellflug zulässt.
Deshalb beim EPP-Prototyp eine andere Ansteuerung: ein 3mm Carbonrundstab wird der Länge nach in den Drehpunkt des SLW-Ruders geklebt (im Bild auf der Rückseite, er steht unten etwas heraus, gleichzeitig Stabilisierung des SLW). Das SLW wird unten eingeschnitten und das Ruderhorn mit etwas Epoxy auf den Rundstab geklebt. So kann der Zugdraht gerade in Zugrichtung angeschlossen werden und das SLW läuft hoffentlich absolut spielfrei. Die Mimik funktioniert auf jeden Fall schon mal sehr gut.
Querruder eingechnitten "bis zur Haut", d.h. auf der Oberseite der Fläche bleiben ca. 0,2mm EPP stehen und dienen als Scharnier
Die Ruderhebel an Servo und Ruder werden beides Mal kurz gehalten - für möglichst wenig Angriffsfläche bei der Landung
Für die Kabelverlegung wird anstelle eines hässlichen Schnittes durch die gesamte Knickfläche mit einem zum Rundmesser geschärften Messingstab ein Loch bis in den Rumpf hinein geschnitten
Zur Verstärkung wird in die aus einer PET-Flasche gezogene Kabinenhaube hinten eine Depronplatte eingeklebt...
...und dem Modell angepasst. Deutlich zu erkennen: die Öffnung oben.
Die Corsair ist zusammen - Motor, Regler Akku und HR/SR-Servos fehlen noch.
Hier die Plastikarbeiten eines Fliegerkollegen - ursprünglich für die 1,10m PKZ gedacht - an der 1,20m EPP-Corsair: manches ein klein wenig zu klein. Aber so ein klein wenig, dass man es irgendwie hinbekommen kann...
Die cowling - passt gut!
Die Kabinenhaube - ist wohl definitiv zu klein.
Das Cockpit - auch ein bischen zu klein, aber machbar.
Das Cockpit mit der PET-Flaschen-Haube. Passt doch...
der Motorausschnitt ist jetzt exakt der Cowling angepasst, der Motor bekam ein neues (größeres) Montagekreuz
Rund herum ist die Motorplatte mit 5min-Epoxy mit dem Rumpf verbunden - zur Stabilität, damit der Motor im Flug sich ja nicht sebstständig macht! Auch das Motorkreuz wurde bei der Gelegenheit mit Epoxy verstärkt. Wenn es der Akku mitmacht, sind es immerhin beinahe 350W Leistung(saufnahme), die da nachher dran zerren!
Der Prop passt einwandfrei...
...und auch mit der Cowling dazwischen geht es jetzt. Die Cowling wurde nochmal um 2mm tiefer in Richtung Motorplatte gelegt.
Das Cockpit ist eingepasst - ging völlig problemlos und passt gut. Rückenlehne und Instrumententafel (den selbst geschnitzten Bauschaum-Piloten lassen wir mal außen vor).
Der PET-Flachen-Haube fehlen noch die Fensterstege - kommen, wenn die Farbgebung feststeht.
Die letzten Schritte: die Anlenkung der Querruder...
...Seitenruder...
...und Höhenruder.
Das Innenleben (der Empf. liegt lose, da später gegen eine GHz-Anlage gestauscht wird),...
...die Befestigung des Akkus (zwei Klettlaschen mit Anti-Rutsch-Schaumstoff beklebt),
von vorne, durch die Motoröffnung geschaut und...
...da steht sie nun und wartet auf den Erstflug.
Und los gehts! 16.03.2009...
... ein bilderbuchmäßger, schöner, langsamer Landeanflug
Der Holzrohling für die Kabinenhaube - dann heisst es warten auf Material zum Ziehen...
...und die Hauben sind gezogen - mit einem Gipsrohling, in blau getöntem und weissem Kunststoff