Mini Jak-9U (61cm, M1:16)
Der erste gefräste Rumpf...

kleine Selbstbau Jak-9U

Die Daten...
- Spannweite: 610mm / Länge inkl. Spinner: 534mm
- Tragfläche: ca. 6,93 dm²/ Flächentiefe(lm): ca. 124mm
- Abfluggewicht: 204g
- Akku: 3S/800/25C, 73g
- Regler: Towerpro, 10/12A, 9g
- Motor: AX-1806 2.500kv, 23g
- Propeller: 5x5
- Strom: max. 16A, cruisen bei ca. 2A
- Steuerung: Gas, 2 x QR, HR
- Empfänger: GHz (Spektrum DSM2)

Die "Mini-Jak-9U" gabs 2007 schon mal - damals noch von Hand "geschnitzt". Fast zwei Jahre lang flog sie wunderbar - dann holte sie eine deutlich größere FW-190 in Form von Brösel vom Himmel runter. Weil ein Testobjekt für die ersten Fräsversuche gesucht wurden, entstand sie auf Basis einer CAD-Zeichnung wieder.

Fräsen hat durchaus seine Vorteile: alles passt exakt und lässt sich perfekt zusammen stecken. Auch die berechneten Einstellwinkel der Flächen etc. stimmen und müssen nicht mehr nachjustiert werden. Zudem lässt sich der Flieger jederzeit genauso wieder reproduzieren. Einzigster großer Nachteil ist der enorme Zeitaufwand: neben CAD-Zeichnung und NC-Programm erstellen fräst die Fräse dann doch einige Stunden so vor sich hin.

Nun - die kleine Jak wurde fertig und fliegt sich absolut klasse...

Videos (rechte Maustaste, Ziel speichern unter...)
Erstes Fräsen... (03/2011), 16 MB, mp4 [go ...]
Kurzes Flugvideo (15 MB, mp4) [go...]

Bildergalerie:
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Baubericht

Planung, CAD, NC
CAD-Vorlage zur Erstellung der NC-Daten für den Innenraum...
Mini-Jak-9U @ fly2air.com
...und für außen. Die roten Linien sind die Begrenzungslinien für den Fräser, damit später nicht der gesamte Block "platt"-gefräst wird (was dauert und unnötig staubt...)
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Der zu fräsende Styrodurblock wird um die Rumpfhälften gelegt und das Schurpp-Programm erzeugt (abtragen des überschüssigen Styrodurs in Stufen)
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Dann folgt das Schlichtprogramm für die genaue Oberfläche: einmal längs und einmal quer fahren.
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Zum Schluß werden entlang der roten Linie die Rumpfhälften von Block getrennt und der Schlitz vom HLW eingfräst.
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Rumpf
Dann gehts auf die Fräse: zunächst wird innen ausgehöhlt => geschruppt...
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geschlichtet...
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fertig und umdrehen...
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Dann kommen die Außenseiten dran => schruppen...
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und schlichten.

Hauchdünn hingen die Rumpfhälften noch am Block uns ließen sich einfach mit dem Messer heraustrennen. Die Rillen sind beim Schruppvorgang eingeschmolzen: entweder war die Geschwindigkeit zu hoch oder der Fräser zu stumpf (wahrscheinlich beides). Das wird beim nächsten Mal besser.
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Die Überstände abgeschnitten und ein kleine wenige verschliffen...
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Dann die Rumpfhälften über Nacht mit Ponal (wasserfest) verklebt.
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Und? Der leichteste Rumpf bisher...
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Das "umdrehen" hat geklappt - die Rumpfhälften passen zusammen...
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Das Cockpit
Einfach aus der CAD-Datei mit einem Stück Rumpf ausgeschnitten, gefräst und auf die Schnelle wieder aus Schrumpfschlauch gezogen...
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Das Cockpit wird ausgebaut...
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Ein Armaturenbrett aus dem Netz und wie üblich ein Styrodur-Pilot, Sitz und Fliegerkiste.
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Noch ein bischen Farbe und die Haube aufkleben...
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Die Fläche(n)


Mangels heißem Draht wurde die Tragfläche auch gefräst - der Zeitaufwand dafür ist um ein Vielfaches höher. Dafür aber lässt sich jede beliebige Form herstellen. Zum Beispiel der Knick vorne und hinten in der Flächenmitte.
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Zunächst wieder die Oberseite der Fläche schruppen...
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und schlichten.
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Ober- und Unterseite - die Fläche wird durch Stege im Rahmen gehaten.
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Das Ganze im Gegenlicht - fast ein Kunstwerk?
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Die erste gefräste Fläche - es ging nicht alles ganz nach Plan und so musste mit Leichtbauspachtel ein bischen nachgeholfen werden. Die Leitwerke sind wie gewöhnlich aus "Käse-Depron" geschnitten.
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Beim Höhenleitwerk ist die Nasenleiste mit Balsa verstärkt, das Ruder mit einem 0,5x1mm Stab verbunden und mit Tesafilm angeschlagen
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Rumpf und Leitwerke sind mit einer Spezialmischung aus Parkettlack und Leichtbau-Modellierspachtel eingestrichen und gehärtet. Gesamtgewicht: 49g
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Alles zusammen gesteckt - mit Haube. Die Fräsarbeit dauert zwar sehr lange, dafür aber passt alles exakt zusammen und die Flächenausschnitte plus beabsichtigte EWD stimmen auch.
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Die Querruder werden abgeschnitten und angeschlagen, die Servos eingebaut und alles nochmal verspachtelt.
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Die Unterseite der Fläche wird mit Ponal/Papier beplankt und an den Kanten auf die Oberseite umgeschlagen. Die Festigkeit ist völlig ausreichend so dass der Rest der oberseite einfach wieder mit mit dem Parkettlack/Leichtbauspachtel-Gemisch verschlossen und verhärtet wird.
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Nächster Gewichts-Check: wir sind bei 64g angekommen...
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Montage
Die Motorplatte (ein Stück ausgediente Epoxydharzplatine) wird eingeklebt (Epoxy), die Rumpföffnung vorne für mehr Stabilität auch gleich mit Epoxy dünn eingestrichen.
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Die Fläche wird eingeklebt (dank der Fräserei diesmal ohne große Justage- und Einstellarbeiten - sie passt einfach) und...
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der Rumpfübergang mit einem Reststück Styrodur geformt und verspachtelt.
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Das Höhenleitwerk wird eingeklebt...
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In die Motorplatte kommen Luftlöcher - durch sie werden gleich die Leitungen vom Regler zum Motor gezogen...
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und direkt auf den Motor aufgelötet (zwei Anläufe - denn bei 50% Wahrscheinlichkeit lief er erstmal links rum).
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Durch die Unterseite der Cowling werden kleine Löcher gestoßen, um mithilfe der Madenschrauben den Motor in seine Halterung festzuschrauben.
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Das Seitenleitwerk ist eingeklebt und hinten unten bündig mir dem Rumpf aufgefüttert.
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Die Zugdrähte für HR- und QR-Servo werden wie üblich exakt angebogen...
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Das HR-Servo eingebaut...
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und ein 2g leichter 4-Kanal-Empfänger nimmt Platz.
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Das linke QR-Servo wird auf den Empf.-Port vom SR gesteckt. Um das linke QR einzel anzusteuern, wird bei der DX-7 Prog-Mix-#5 (nur #5 und #6 nehmen auch die Trimmhebel-Einstellungen mit!) der QR-Geber mit 100% auf das Seitenruder gemischt und mit ProgMix-#4 der Geber des SR mit -100% aufs SR selbst => damit ist der SR-Knüppel inaktiv und der QR-knüppel zieht das zweite Servo mit. Die Differenzierung allerdings muss durch die Begrenzung der Ausschläge für linkes und rechtes QR separat eingestellt werden.
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Alles ist bereit für den Erstflug - letzter Gewichts-Check: 199g = zu schwer. Keine Ahnung, wo das herkommt ;-)
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Der Erstflug lief problemlos - sie flog vom Start weg sehr vertraut, fast, dass man hätte vergessen die Tests durchzufliegen. Und dann kam wieder mal die Gretchenfrage - welche Lackierung? Militär sollte es nicht werden, da gibt es ja bereits die kleine Mini-MiG-3 in der Version II. Irgendwo stand noch eine Spräydose mit einem eher seltenen metallic anthrazit-braun. Im Netz gibt es ebenfalls ein Design in dunkelbraun - also: das sollte es werden...
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Und noch ein paar Details: auf der Unterseite vorne ein Stück Schrumpfschlauch als "Landeschutz" angeföhnt und mit UHUpor aufgeklebt und mitten in die Fläche die rote Luxeon des LipoMon für die "Akku-Überwachung".
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Oben, hinter dem Cockpit, der eine weiße normele ultrahelle LED für den Effektblitz des LipoMon. So hat es in der Dämmerung wenigstens ein bischen was von Beleuchtung.
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