
Die Daten...
- MiniViperJet, ausgehöhlter Rohling: 38g
- 2 x 4,6g Servo (HR, QR) ~10g
- Empfänger: 4Ch-OrRx R415, 2g
- Plush 6A-Regler, ausgepackt, 4g
- Motor: AP05/3.000kV, 5,6g
- Prop: GWS4040 (4x4)
- Lipo 2S/460mAh/20C 28g
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- Abfluggewicht: 93g (85g, s.u.)
- Standstrom bei Vollgas: 2,7A
- Flugzeit: 20 bis 30 Minuten (mit 460mAh)
Ein kleiner, EPP-geschäumter Mini-ViperJet aus dem Spielzeugladen für 14,90 EUR. Ganz "scale" ist er leider nicht, aber ob der sich motorisieren und vor allem wie fliegen lässt?
Gekauft und los gings: Leicht sollte er werden, so leicht wie möglich. Aus diesem Grund wurden drei 1,7g Servos plus ein 2g schwerer DSM2-kompatibler 4-Kanal-Empfänger beschafft. Bei der Motorisierung fiel die Wahl auf einen 5g-Motor plus 4x4-Prop an einem 2S-Lipo. Die Frage war: reicht der Schub und die Strahlgeschwindigkeit und wie groß muss der Lipo für Flugzeiten von wenigstens 10 Minuten und größer sein?
Erster Tiefschlag: die drei 1,7g Servos " HK3D" entpuppten sich als unbrauchbarer Schrott! Also wurden sie durch 2 x 4,6g Servos ersetzt. Heisst, 1 QR-Servo weniger = keine elektron. Differenzierung und 5g Mehrgewicht. Der Druck des Motors schien zunächst auch nicht umwerfend - in der Luft entpuppte sich die Leistung jedoch als absolut ausreichend.
Und wie fliegt die kleine Viper? Auf Grund der Größe wie zu erwaten sehr agil, aber stabil. Strömungsabriss mag sie nicht besonders (hier gibt es noch Raum für Verbesserungen) und beim Starten darf sie nicht mit zuviel Speed raus. Ein bequemer und ruhig geführter "Würgegriff"-Start genügt vollkommen. Mit ensprechend kleinen Ausschlägen auf den QR und Differenzierung lässt sich das kleine Modell dann auch sehr gut fliegen - die ersten Flüge bei 2...3 BfT Wind gingen völlig problemlos.
Videos
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Erstflug bei 2...3Bft, Feb. 12
[go...]
Baubericht
So kam die kleine Viper aus der Packung... Gewicht ca. 50g inkl. einer Schraube in der Haube für den Schwerpunkt
Ganz wichtig: zuerst den Schwerpunkt erfliegen und markieren...
Ausgehöhlt wurde mit einem heißen Draht (Lötkolben), der vordere Rumpfbereich wurde mit dem Fräser ausgefräst; für die Aufnahme des Akkus, nicht zu tief, um nicht zuviel an Stabilität zu "opfern".
Leergewicht nach der Aushöhlaktion: 38g
Auch die Haube ist soweit wie möglich ausgehöhlt. Befestigung: hinten ein kleiner Neodym-Magnet und eine 3mm Schraube im Rumpf, vorne ein 3mm Holzstäbchen und gegenüber einfach ein Loch im EPP-Rumpf.
Die Querruder wurden abgeschnitten und mit einem Streifen Tesa wieder angeklebt. Zuvor etwas UHUpor aufbringen, dann haftet das Tesa besser auf dem EPP. Als Ruderhebel sind übrig gebliebene Servohebel mit etwas Epoxy eingeklebt. Die Züge sind gebogen und das QR-Servo sitzt zentral in der Fläche, eingeklebt mit UHUpor. Die Fläche inkl. Servo wurde mit UHUpor in den Rumpf geklebt - so kann man sie bei Bedarf mit dem Messer wieder aufschneiden.
Der Motor ist mit wenigen Tropfen Epoxy direkt auf den EPP-Rumpf geklebt. Kein Seitenzug und mit leichtem Sturz nach oben (der Propellerstrom drückt das Modell leicht nach unten und wirkt so der Auftriebskarft entgegen).
Die beiden Höhenruder wurden für bessere Leichtgängigkeit nur geknickt und auf Grund ihrer schrägen Bewegungslinie getrennt angesteuert. Die beiden Züge laufen innen vor dem Höhenruderservo (blau) zusammen; nur ein Zug ist im Servo auf Maß eingehängt, der andere ist mithilfe einer Klemme auf den ersten geschraubt - so lassen sich die beiden Höhenruder exakt justieren.
Die Antriebseinheit ist genau abgelängt - es soll kein Kabelsalat und unnötiges Gewicht entstehen. Auf Steckverbindungen wurde verzichtet, dto. auf eine Motorplatte hinten (s. Bild weiter oben). Der Propeller über einen Propsaver befestigt - bei ungeschickter Landestellung knickt er einfach ab und wird wieder aufgesteckt. Gewicht der Antriebseinheit inkl. Kabel und Batteriestecker: 12g
Dadurch dass bei der kleinen Viper hinten alles möglichst leicht gebaut wurde, muss auch der Akku nicht so weit nach vorne geschoben werden und passt entgegen der ursprünglichen Planung/Annahme quer rein. Die 460mAh zeigen sich bei den Testflügen mit Flugzeiten bis über 25 Minuten mehr als ausreichend und können sicher auf einen Wert von 300...350mAh reduziert werden. Auch die Strombelastung des Akkus ist mit max. 2,7A noch weit im grünen Bereich (ein 300mAh/ Akku kann theoretisch 6A vertragen und sollte sicherheitshalber nur mit max. 70% = 4,2A belastet werden). Der Empfänger ist nach hinten geschoben. Der beim Testflug verwendete 6Ch mit ca. 6g wird noch durch einen 4Ch mit 2g ersetzt.
Das Dekor ist mit einem permanenten Folienstift aufgezeichnet und mit Klarlack übersprüht.
Gewicht: Das Abfluggewicht bei den ersten Testflügen lag bei 98g. Mögliche "Erleichterungen": 4g gehen weg für den kleineren 4Ch-Empfänger. Durch den Quereinbau des Akkus kann das Cockpit durch eine Klarsicht-Schrumpfschlauch-Version inkl. einem kleinen Styrodur-Piloten und -Instrumententafel von 3 auf 1,5g reduziert werden. Der 28g schwere 460mAh-Akkus kann gegen einen 7g leichteren 360mAh-Akku getauscht werden.
Vorne wurden noch die beiden Lüfteinläufe geöffnet (Schaftfräser) - damit zieht die Luft über den Regler zum Motor nach hinten wieder raus.
Der Orange 6Ch ist gegen den 2g leichten 4Ch getauscht. In Ermangelung der kleinen Servostecker wurden die Servokabel einfach abgeschnitten und auf den Empfänger gelötet. In die Rumpfnase vorne wurde ein Schlitz gesägt und eine 1mm dünne Sperrholzplatte eingeleimt und verschliffen. Das macht den Kleinen stabiler gegen gelegentliche Stecklandungen ;-)
Neues Abfluggewicht: 93g. Die 5g weniger sind schon spürbar.
Die Flugzeiten mit dem 2S/460mAh-Lipo liegen durchweg zwischen 25 und 30 Minuten. Der um 7g leichtere 2S/360mAh-Lipo kann also gut verwendet werden => das Gewicht liegt dann bei 86g.