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Cox-Wing Corsair (50cm) Auf Leichtbau ohne großen Aufwand getrimmt... Nachdem wir nun schon seit geraumer Zeit einige Cox-Wings mit dem 23g schweren AX-1806 Motörchen mit einem 3S-Lipo und ca. 150g Abfluggewicht befeuert fliegen, galt das Interesse einer möglichst leichten Variante. Allerdings ohne dabei allzu großen Zusatzaufwand treiben zu müssen. Wie leicht kann sie werden und wie ist das Flugverhalten? Je nach Akku liegt das Abfluggewicht bei ziwschen 90 und 100g. Das Flugverhalten ist gut und sehr ausgeglichen, eine Rennsemmel ist sie definitv nicht. Rückenflug und Rollen gehen erst ab dem größeren 2S/480mA/25C-Lipo-Akku. Mit dem 10g leichteren 300mA-Akku hingegen kann sie nochmal ein Stück langsamer geflogen werden - gut für Hallenflug. Die Daten
Der mitgelieferte 23g schwere Bürstenmotor wird durch den 10g leichten Burshless-Motor ersetzt, das Schaummodell innen komplett ausghöhlt, sprich alle vorgefertigten Halterungen und Montagevorrichtungen werden herausgeschnitten bzw. gefräst. Und so sieht die Bastelei dann zwischen durch mal aus...
Die mitgelieferte Cockpithaube ist zwar schön, aber mit 3,5g zu schwer. Über die Schönheit der aus Schrumpfschlauch gefönten Haube lässt sich diskutieren - sie wiegt aber inkl. dem selbst geschnitzten Styrodurpiloten gerade mal 0,5g. Die Gewichtsersparnis ergibt bereits das Querruderservo...
Das QR-Servo liegt flach in der Abwurfkeule - diese wird dazu aufgeschnitten und anschließend oben drüber wieder geschlossen. Die Querruder werden entlang der Prägung auf der Oberseite abgetrennt, angeschrägt und mit Tesafilm wieder angeklebt. Die Ruderhebel sind übrig gebliebene Servohebel, eingeklebt mit Ponal. Auf Bowdenzüge wird verzichtet: der 0,7mm Federstahldraht wird gebogen und unter der (original) Tragflächenverstärkung hindurch gestossen. Damit er bei Bewegung an den Enden die Depronfläche nicht weiter aufreist, werden jeweils ca. 0,5cm kurze 2mm-Bowdenzugstückchen mit Ponal eingeklebt. Der Zugdraht ist exakt gebogen und in die Ruderhörner eingehängt. Diese Mimik funktioniert übrigens sehr exakt, spielfrei und zuverlässig.
Das Servokabel wird durch die Fläche geführt und sehr kurz gehalten. Das Seitenruder wird mit Tesafilm auf beiden Seiten des Leitwerks festgeklebt. Das Höhenruder mit Tesafilm als Scharnier ans HLW angeklebt, die beiden Ruderhälften mit einem ca. 12cm langen 2mm Carbonstab verbunden. Er dient gleichzeitig zur Stabilisierung des gesamten Leitwerks. Ruderhebel ist wieder ein Rest-Servohebel. Die Motorplatte ist aus einem 6mm Balsabrettchen geschnitten, dieses wird mit Ponal in die Rumpfhälfte geklebt. Der Motor ist mit Sekundenkleber in ein kurzes Stück 8er-Carbonrohr geklebt, dieses in die Balsaplatte. Nachteil: Motorsturz und -zug lassen sich später nicht mehr korrigieren. Also gleich richtig machen: Zug ca. 2° nach rechts und Sturz 2° nach unten. Motor und Regler werden mit kurzen Kabel direkt verlötet. Dabei auf die Drehrichtung achten - läuft der Motor falsch herum, müssen einfach 2 Kabel getauscht / neu verlötet werden. Auch die Anschlussleitungen des Reglers an den Empfänger und die Batterie sind so kurz wie möglich. Das spart Platz und Gewicht im kleinen Modell. Der 6-Kanal-Spektrum-Empfänger ist zwar totaler Luxus, kostet(e) aber nicht viel und bringt nur 4,5g auf die Waage. Er wird nach hinten durch Einkleben eines kleinen Styrodurklötzchen so eingebaut, dass er später beim Aufstecken der Servos nicht durchrutschen und im Heck verschwinden kann. Darauf achten, das die beiden Antennen um 90° versetzt liegen. Hinter dem Empfänger liegt das 1,5g leichte Micro-Servo. Es ist mit doppelseitigem Klebeband fixiert und an den 4 Ecken mit einem Tropfen Ponal verklebt. Kurze Bowdenzugröhrchen führen den 0,7mm Federstahldraht und verhindern, dass dieser bei Bewegung ein Eigenleben führen kann, sprich, das HR nicht exakt steuert.
Und fertig; SLW und HLW sind aufgeklebt, das Höhenruder angeschlossen. Was fehlt? Die Öffnung für den Akkuschacht! Die Akkuklappe wird einfach vorne entlang den eingeprägten Blechstössen herausgeschnitten. Mit einem Stück aufgeklebtem Depron wird sie in die Rumpf-Cowling geschoben - hinten hält sie ein Magnet. Der Akku hält mit einem kleinen Stück Klettverschluss. Damit beim Einlegen und Herausnehmen nicht jedesmal der Regler bewegt wird (und zum Schluß die Kabelanschlüsse brechen könnten), ist dieser mit Klebeband an der Seite befestigt. So, das wars - da liegt sie nun, fertig für den Erstflug. Der ganze Flieger, insbesondere die Tesafilmscharniere, wird noch mit Mattlack leicht besprüht: damit sich das Tesa nicht ablöst, sollte es mal nass werden und Leitwerke und Flächen ganz leicht angerauht sind, was bessere Langsamflugeigenschaften zur Folge hat. Der Erstflug ging bei wenig Wind vom Start weg völlig problemlos. 2 Ticks Höhe nachstellen und die Corsair zog gemütlich ihre Runden. Nur beim Abrisstest - stürzte sie über die rechte Fläche. Doch ein zirka 8cm langer und 2mm breiter Streifen Gewebeband außen auf die rechte Fläche geklebt und dieses Problem war auch behoben. Das ist wichtig - denn so kommt sie jetzt langsam zur Landung angesegelt und man muss nicht fürchten, dass sie im letzten Moment wegkippt und ein Rad schlägt.
Hier noch die Daten der Motor/Prop-Tests:
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